Aguimes

Die Gemeinde Aguimes befindet sich im Südosten von Gran Canaria und hat eine Oberfläche von 76 km2.

Das Klima ist mild, im Sommer etwas wärmer bei durchschnittlich 20 Grad. Es gibt kaum Niederschläge, nur im Winter.
Im Sommer sind die Passatwinde sehr stark was das Wetter nicht so heiss wie im Süden von Gran Canaria erscheinen lässt.

Die Gemeinde reicht vom idyllischen ruhigem Bergdorf Temisas bis zur Küste mit dem kleinen Hafen Arinaga wo man auch schon einige Urlauber finden kann.

Aguimes

Archäologisch interessante Orte in Aguimes.

Barranco de Guayadeque
Der Barranco trennt die Gemeinden Aguimes und Ingenio. Die Zufahrt ist im Ort von Aguimes beschildert.
Der Barranco war eines der wichtigsten Siedlungsgebiete der Altkanaren auf Gran Canaria.
In dem Barranco wurden grosse Begräbnishöhlen gefunden die zu den wichtigsten auf Gran Canaria zählen, ausserdem Dörfer aus der vorspanischen Zeit, Kornspeicher und Felszeichnungen. Im kanarischen Museum von Las Palmas kann eine grosse Anzahl von Fundstücken wie Mumien, Keramik und Werkzeuge besichtigt werden. Am unteren Ende des Barrancos gibt es ein Informationszentrum.

Inschriften im Barranco von Balos
In diesem Barranco findet sich eine Ansammlungen von Felsgravouren die besonders durch ihre grosse Zahl und Unterschiedlichkeit in dieser Form auf Gran Canaria herausragen. Sie sind alle an vertikalen Felsen angebracht auf verschiedenen Höhen und es kommen fast alle Zeichen eines Alphabetes aus einer Schrift die von den Berbern stammt vor. Es sind auch verschiedene Figuren bei der täglichen Arbeit dargestellt. Ausser den Figuren erkennt man auch die Sonnenscheibe mit den Strahlen, ein Schiff mit drei Masten und verschieden Tiere. Sie befinden sich auf einem mehr als 600 m langen markanten Basaltfelsen in der Mitte des Barrancos in der Nahe des Roque Aguayro im Gemeindegebiet von Aguimes.

La Audiencia
Die Fundstelle La Audiencia oder Risco Pintado, bemalter Fels, befindet sich Ein Hotel in Aguimesin der Nähe der Ortschaft Temisas am Strassenrand Richtung Aguimes. Es handelt sich um aus dem Tuff herausgehauene Höhlen verschiedener Grössen die als Wohnhöhlen dienten. Man findet auch die in dieser Zeit auf Gran Canaria sehr wichtigen Kornspeicher. Am Fusse des Risco Pintado fand man eine Konstruktion die als Tagoror, der Versammlungspunkt gedeutet wird. Unter anderem wurden dort auch verschieden Stoffreste auf vegetarischer Basis gefunden.

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Cuevas del Gigante
Auf der Strasse von Tamisas nach Santa Lucia findet man diese Gruppe von drei grossen Höhlen

Bei Grabungen 1999 im Ortsgebiet fand man viele Spuren des vorspanischen Aguimes. Es wurde vor allem Keramik, Reste von Meerestieren und Gegenstände des täglichen Gebrauchs gefunden.

Weitere Fundgebiete gibt es auf dem Berg von Aguimes mit verschiedenen Höhlen und wichtigen Felszeichnungen.

Aguimes hat nicht nur einiges an Geschichte zu bieten sondern auch viele landschaftliche Reize.
Die Gemeinde besitzt fast 10 km Küste von Arinaga bis nach Vargas.

Der Ort Playa de Arinaga war ursprünglich ein Fischerdorf, hat sich aber mehr und mehr als Sommerziel der Einheimischen verwandelt. Viele Bewohner von Aguimes besitzen ein Apartment oder Haus und verbringen den Sommer im Ort.

Der Strand von Vargas ist besonders bei den Windsurfern nicht nur auf Gran Canaria bekannt. Die grosse Bucht bietet mehr Platz als Pozo Izquierdo und es ist nicht ganz so voll. In den letzten Jahren hat sich dort auch die Kite - Szene von Gran Canaria angesiedelt.

Der Strand von Playa de Cabrón ist bei den Tauchern auf Gran Canaria wohl bekannt. Von der Regierung von Gran Canaria zum Naturschutzgebiet ernannt bietet sie dem Unterwassersportler einen besonderen Fischreichtum der anderorts schwierig zu finden ist.

Ein weiteres Naturschutzgebiet von Aguimes ist das Gebiet um den Krater von Los Marteles der eine grosse landschaftliche Vielfalt bietet.

Um den Roque Aguayro besteht ein anderes Naturschutzgebiet. Dieser Fels aus Basalt mit 540 m Höhe ist nicht nur geologisch sondern auch kulturell sehr wichtig, durch die Funde von Felszeichnungen der Ureinwohner von Gran Canaria.

Das Gebiet um den Berg von Arinaga ist besonders interessant durch seine Fauna und Flora was man wahrlich auf den ersten Blick nicht glauben mag. Es gibt einige seltene Pflanzenarten und auch eine besondere Echsenart die nur in diesem Teil von Gran Canaria vorkommt und sich von denen der anderen Inseln unterscheidet.

Der schon erwähnte Barranco de Guayadeque hat nicht nur geschichtlich viel zu bieten. Der Tief eingeschnittene Barranco weist eine besondere Flora auf die sonst kaum auf Gran Canaria zu finden ist. Durch einen Wasserlauf ist er immer etwas grüner als die Umgebung. Er eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Wanderungen und zum Mountainbikefahren.
Nicht vergessen werden dürfen die Höhlenwohnungen mit einigen Höhlenrestaurants und einer Kapelle

Gastronomie
Gasse und Kirche von Aguimes im HintergrundAguimes war in der Vergangenheit einer der wichtigsten Getreideproduzenten von Gran Canaria. Daraus folgt, dass es viel Bäckereien im Ort gibt, die eine lange Tradition bewahren. Ein Sprichwort sagt es gibt nichts besseres als das Brot von Aguimes.
Der Ziegenkäse ist ein Produkt der Viehwirtschaft des Ortes es gibt viele Sorten von denen einige schon Preise gewonnen haben.
Wein wurde in Aguimes schon im 16 Jhr. angebaut. Danach geriet der Anbau aber über viele Jahrhunderte in Vergessenheit. Im Jahr 1999 wurde von der Gemeinde von Aguimes ein neuer Anstoss für den Weinanbau gegeben und seit dem werden schon über fünf Hektar Weinberge bearbeitet. Mit immer grösserem Erfolg.
Die Oliven der Gemeinde sind laut einer Analyse eines spanischen Labors einzigartig Es gibt einige Olivenhaine bei Temisas und am Ort Aguimes selbst. Die Mengen sind nicht sehr gross aber das daraus gewonnene Olivenöl hat eine ausserordentliche Qualität.

Die wichtigsten Gebäude sind.
Die Kirche von Aguimes. Sie wurde in drei Fasen gebaut. Angefangen wurde 1796, die zweiter Fase dauerte von 1876 - 1888 und die letzte von 1920-1940. Sie ist im neoklassischem Stil gebaut und beherbergt Werke von dem berühmten kanarischen Künstler Luján Pérez und anderen wie Martín de Andujar und Lorenzo de Campos,
An der Plaza de San Antón im Zentrum der Altstadt von Aguimes wurde das Centro de Interpretación del Casco Histórico errichtet das verschiedene Ausstellungen zur Geschichte der Entwicklung des Ortes und deren Gebäude beinhaltet.
Historisches Museum. Dieses ist im Bischofspalast von Aguimes untergebracht. Er wurde 1706 erbaut. Es gibt acht Säle die unter anderen über den Palast selbst, das Gebiet Aguimes und die Bevölkerung, Auswanderung der Bevölkerung, Wirtschaft und Landwirtschaft in diesem Teil von Gran Canaria informieren.

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